D.H.60 Moth. Einmotoriger, zweisitziger Doppeldecker mit offenem Cockpit. Holzbauweise mit Stoffbespannung und klappbaren Flügeln.

Der Erstflug des D.H.60 Moth fand am 22. Februar 1925 in Stag Lange statt. Am Steuer des mit einem Cirrus Motor bestückten G-EBKT sass Geoffrey De Havilland.

In den 20er Jahren war die Moth das meistgebaute Sportflugzeug in England. Ihr Marktanteil erreichte zeitweise 85%. Total wurden rund 1800 Stück in den Varianten Moth, Cirrus Moth, Genet Moth, Gipsy Moth, and Moth Major gebaut.

D.H.61 Giant Moth. Nachdem sich die D.H.50 in Australien sehr gut bewährt hatten, wurde De Havilland für eine geräumigeres Nachfolgemodell angefragt. 1928, nach nur 10 Wochen Entwicklungszeit flog der Prototyp im Dezember 1927 zum ersten Mal. Ab 1928 erfolgte der Linieneinsatz in Australien.

Total 10 Stück wurden gebaut und in Australien, Kanada und England eingesetzt. Wohl die interessanteste Variante war die vom „Daily Mail“ eingesetzte. Sie wurde gebraucht, um einen Reporter samt seinem Motorrad möglichst rasch an die Schauplätze interessanter Ereignisse zu transportieren verfügte über eine Dunkelkammer, in der auf dem Rückflug Fotos entwickelt werden konnten.

Das erste De Havilland Flugzeug mit dieser Bezeichnung war ein reines Renn- und Forschungsflugzeug. Um den einsitzigen Eindecker so stromlinienförmig als möglich zu halten, wurde er um seinen Testpiloten Hubert Broad herumgebaut.

Es wurden vor allem Hochgeschwindigkeitsflüge und Testflüge für neue Motoren durchgeführt, die den Cirrus Motor ablösen sollten.

Im August 1927 erreichte Broad auf dem geschlossenen 100km Rundkurs eine Geschwindigkeit von 300.09 km/h (186.47 mph).

Total wurden 2 Maschinen gebaut. Die erste stürzte während eines Rennens in Australien ab, die zweite wurde während eines Luftangriffs 1940 zerstört.

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Die D.H.75 Hawk Moth war, als erster Vertreter einer neuen Hochdeckerfamilie, als leichtes Transport- und Zubringerflugzeug konzipiert. Das erste Expemplar war bei seinem Erstflug am 7. Dezember 1928 noch mit einem De Havilland Ghost Motor bestückt,einem luftgekühlten V8 mit 200 PS. Dieser erwies sich zu schwach und wurde in der Folge durch einen Armstrong Siddeley Lynx Sternmotor mit 240 PS ersetzt.

Nur 8 Exemplare wurden gebaut, das letzte besass einen 300 PS Wright Whirlwind Motor, um besser gegen amerikanische Konkurrenzmuster zu bestehen. Trotzdem wurde die Produktion 1930 beendet.

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Dieser sehr elegante dreiplätzige Hochdecker war eines der leistungsfähigsten Flugzeuge seiner Zeit. War der erste Prototyp noch vollständig aus Holz aufgebaut, so verfügten die folgenden Muster über einen stoffbespannten Stahlrohrrumpf.

Von den 284 zwischen 1929 und 1933 gebauten Flugzeuge waren die meisten mit dem Gipsy Major Motor ausgerüstet, der 133 PS abgab.

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Die D.H.81 Swallow Moth war ein aerodynamisch sauberer Entwurf. Der schlanke Rumpf war aus Holz aufgebaut und mit Sperrholz beplankt. Angetrieben war das Flugzeug von einem 80 PS Gipsy IV Reihenmotor.

Ursprünglich mit zwei separaten offenen Cockpits gebaut, wurde die Maschine schliesslich als D.H.81A mit einer einteiligen Haube ausgeliefert, was die Höchstgeschwindigkeit um 12 km/h anhob.

Geoffrey De Havilland flog das Flugzeug am 21. August 1931 zum ersten Mal. Testflüge und Verbesserungen folgten bis 1932, aber eine Serienfertigung wurde nie aufgenommen. So blieb es bei diesem einen Muster, das aber grossen Einfluss auf spätere De Havilland Entwürfe hatte, so namentlich auf die D.H.94 Moth Minor (1938).

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Wohl das wichtigste und meistgebaute Muster aus der Moth Familie war die D.H.82 Tiger Moth. Nicht weniger als 8’868 Exemplare wurden zwischen 1931 und 1944 gebaut, viele davon dienten als Basistrainer für die RAF, welche den Typ erst 1952 ausser Dienst stellte.

Abgeleitet aus der D.H.60 Moth flog der Prototyp zum ersten mal am 26. Oktober 1931 mit Chefpilot Hubert Broad am Steuer. Angetrieben war er von einem Gipsy III mit 120 PS.

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Die D.H.83 Fox Moth war ein erfolgreiches kleines Passagierflugzeug. Der Erstflug dieses einfach aufgebauten Holzmusters war am 29. Januar 1932. Es wurden total 154 Stück gebaut.

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Die D.H.85 Leopard Moth wurde zwischen 1933 und 1936 als Nachfolger der D.H.80 Puss Moth in 133 Exemplaren gebaut. Anders als sein Vorgänger war dieses Modell ganz aus Holz aufgebaut, was dank des eingesparten Gewichtes zu höherer Reichweite und Zuladung bei lgeicher Motorisierung führte.

Der Erstflug fand am 27. Mai 1933 statt, und im Juli des selben Jahres gewann Geoffrey De Havilland damit das Kings Cup Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 224.5 km/h.

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Die D.H.87 Hornet Moth war als zweisitziger Doppeldecker als Nachfolger für die als Trainer überaus erfoglreichen D.H.82 Tiger Moth vorgesehen. Mit ihrem side-by-side Cockpit (2 Plätze) kan sie näher an die Konfiguration moderner Flugzeuge heran, die auszubildende Piloten später fliegen würden. Trotzdem zeigte die RAF kein Interesse, und die 164 zwischen 1935 und 1938 gebauten Flugzeuge gelangten allesamt in privaten Besitz.

Der Erstflug fand am 9. Mai 1934 in Hatfield statt.

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Die D.H.94 Moth Minor war als Nachfolger für die Doppeldecker Moth gedacht. Das ganz aus Holz aufgebaute Flugzeug sollte mit kleineren Motoren ähnliche Leistung bringen, bei wesentlich kleinerem Wartungsaufwand. Der Erstflug war am 22. Juni 1937 in Hatfield, mit Geoffrey De Havilland am Steuer.

Mit einem Preis von nur gerade £ 575 war die Moth Minor ein ideales Flugzeug für Flugsportvereine, sofern sich diese vor dem Krieg einen modernen Tiefdecker zulegen wollten.

Von den bis Kriegsbeginn gebauten 100 Flugzeugen waren 9 mit einem geschlossenen Cockpit ausgerüstet und wurden so als Coupé bezeichnet. Bei Kriegsausbruch fehlte in England die Produktionskapazität für Sportflugzeuge, und die Produktionseinrichtungen samt einiger unfertiger Flugzeuge wurden nach Australien verschifft. Dort wurden schliesslich nochmals 40 D.H.94 gebaut, sodass sich die Totalproduktion schliesslich 140 Stück belief.

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